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Neue Meldestelle für Web-Barrieren

ABI-Projekt nimmt Meldungen entgegen


24.01.2007 - fjh


Eine Meldestelle für Web-Barrieren hat das "Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik"(AbI)eingerichtet. Internet-Nutzer mit Handicap haben ab sofort eine kompetente Anlaufstelle, wenn sie im World Wide Web auf Barrieren stoßen. Die Mitarbeiter der AbI-Meldestelle
sammeln sämtliche Hinweise und setzen sich direkt mit den Betreibern der Seiten in Verbindung, um das Problem zeitnah zu lösen.


Die neue AbI-Meldestelle ist im Haus der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe in Düsseldorf angesiedelt. Sie bietet Menschen mit Behinderungen
einen bisher einzigartigen Service in Deutschland.


Das Aktionsbündnis will mit Hilfe von Nutzern störende Hürden im Internet schneller ausfindig machen und sie gemeinsam mit den Verantwortlichen nachhaltig aus dem Weg räumen.


Seit Einführung des Behinderten-Gleichstellungsgesetzes (BGG) im Jahr 2002 sind Bundesbehörden zur barrierefreien Gestaltung ihres
Internet-Angebots verpflichtet. Nach fast fünf Jahren sind allerdings noch viele Auftritte für zum Beispiel blinde oder sehbehinderte Surfer nicht ohne erhebliche Einschränkungen zugänglich.


Auch die Internet-Seiten der Landesbehörden und Kommunen erfüllen noch längst nicht die barrierefreien Standards.


Besonders dramatisch ist die Situation auf den Seiten der freien Wirtschaft. Menschen mit Handicap
und Ältere werden als Kunden bisher kaum wahrgenommen. Dabei stellen sie eine stetig wachsende Kunden-Gruppe dar.


Barrierefreie Web-Sites haben enorme Vorteile, von denen alle Internet-Nutzer profitieren. Die Seiten sind sehr übersichtlich sowie verständlich strukturiert und zudem über jedes mobile
Telekommunikationsgerät erreichbar.


Erst müssen die Barrieren in den Köpfen der Anbieter von Internet-Portalen abgebaut werden. Nur dann ist eine Trendwende in naher Zukunft möglich.
Barrierefreiheit ist eine gesellschaftliche Querschnittsaufgabe - ob im Verkehr oder Bauwesen. Das Internet als globales Kommunikationsmedium Nummer eins darf nicht hinterherhinken.


Wer im Internet auf Barrieren stößt, kann sich direkt an die AbI-Meldestelle für Web-Barrieren unter der e-Mail
w e b b a r r i e r e n  at  w o b 1 1 . d e wenden.


ÂBI-Projekt - 24.01.2007



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